Brigitte, 68, trug zu jedem Anlass dieselbe goldene Brosche. Sie war ein Erbstück und bedeutsam. Aber sie passte zu nichts, was Brigitte heute trägt.
Accessoires sind der Bereich, in dem sich modische Gewohnheiten am längsten halten. Und gleichzeitig der Bereich, der sich in den letzten Jahren am stärksten verändert hat.
Was sich verändert hat
Früher galt: Schmuck muss zur Handtasche passen, zur Handtasche muss der Gürtel passen. Dieses System ist in der modernen Stilberatung weitgehend aufgegeben worden. Heute geht es um Gewichtung und Fokus, nicht um Koordination.
Fehler, die sich häufig zeigen
- Zu viele gleichwertige Accessoires, die miteinander konkurrieren statt sich zu ergänzen
- Taschen, die aus einer anderen Dekade stammen und den Rest des Outfits datieren
- Schmuck, der für festliche Anlässe reserviert wird und deshalb nie getragen wird
Ein Schal aus schwerem Wollstoff kann ein schlichtes Outfit in Sekunden definieren. Das ist keine Frage des Budgets, sondern der Entscheidung, was man zeigen möchte.
Brigitte trägt die Brosche jetzt manchmal an einem schlichten Leinenjackett. Dort wirkt sie wie eine Aussage, nicht wie eine Gewohnheit.
